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Zugabe
- Das Berufswahl-SIEGEL für NRW – „Das entscheidende bisschen Mehr“
- Entrepreneurship im Rahmen von KAoA
- Mit einer JUNIOR-Schülerfirma wird Berufsorientierung zum Selbstläufer
- zdi-BSO-MINT: ein Förderprogramm, vielfältige Möglichkeiten
- Schülergenossenschaften – eine handlungsorientierte Methode Beruflicher Orientierung mit besonderen pädagogischen Potenzialen
Das BERUFSWAHL-SIEGEL für NRW – „Das entscheidende bisschen Mehr“
Wie ist eine Teilnahme am Netzwerk möglich?
Das Zertifizierungsverfahren: Im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens des Berufswahl-SIEGELs durchlaufen teilnehmende Schulen zwei Prozessschritte. Zunächst schreiben sie eine Bewerbung und beantworten dabei Aspekte eines Kriterienkataloges. Im zweiten Schritt werden die Schulen von einer lokalen Jury besucht. Im Rahmen dieses Besuches werden u. a. Gespräche mit den Lehrkräften, mit den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und mit externen Partnern (Berufsberatung, Unternehmenspartner) geführt. Nach einer erfolgreichen Zertifizierung erhalten die Schulen das Gütesiegel und werden Mitglied in einem spannenden und effektiven Netzwerk.
Nachfolgend finden Sie weitere Vorteile und Gelingensbedingungen für Schulen, die an einer Teilnahme interessiert sind, zusammengestellt: aus der Sicht der Kommunalen Koordinierungsstelle und der Wirtschaft. Über diesen Link gelangen Sie direkt zur Landingpage des Berufswahl-SIEGELs NRW.
... aus der Sicht der Kommunalen Koordinierungsstelle
Innerhalb der Landeshauptstadt Düsseldorf wurden bereits Jahre vor Einführung der NRW-Landes- initiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ eine Fülle von Schulen regelmäßig mit dem Berufswahl-SIEGEL ausgezeichnet. Mit dem Einstieg in KAoA stellte sich daher die Frage: Brauchen wir damit überhaupt noch ein Berufswahl-SIEGEL?
Für alle Beteiligten in Düsseldorf lautet die Antwort: „Ja, unbedingt!“ Beim Berufswahl-SIEGEL-Prozess geht es nicht um ein schmuckes Schild, das am Schuleingang aufgehängt werden kann. Es geht vielmehr um einen permanenten Prozess der Reflexion. Und zwar auf allen Seiten: die teilnehmenden Schulen unter Beteiligung ihrer Schülerinnen und Schüler, die Elternvertretungen, die Schülerfirmen, die schulischen Partner aus dem Bereich der Wirtschaft, aber auch und insbesondere die Jury als ehrenamtliche Expertenrunde der lokalen Wirtschafts-, Arbeits- und Schulwelt. Sie alle treffen sich und reflektieren eine gelungene Berufliche Orientierung. Das stärkt das Wir-Gefühl, schafft Kontakte und erneuert gute Beziehungen. Alle drei Jahre wird dabei die vorhandene Struktur nicht nur aktualisiert, sondern auch optimiert – zum Wohle aller. KAoA gelingt hierdurch noch ein Stück mehr.
Gregor Nachtwey Leiter der Kommunalen Koordinierungsstelle Düsseldorf, aktiv in den Berufswahl-SIEGEL-Prozess eingebunden und Jury-Mitglied seit 2005
... aus der Sicht der Wirtschaft
Warum brauchen wir das Berufswahl-SIEGEL? Demografischer Wandel und Veränderungen in der Arbeitswelt erfordern eine frühzeitige, vorausschauende Berufliche Orientierung junger Menschen, auch um Fehlentscheidungen beim Start in die berufliche Laufbahn zu verringern. Als Teil des Übergangsmanagements Schule – Beruf schafft eine gelungene Berufsorientierung die Basis für die Auseinandersetzung junger Menschen mit dem Thema „Berufswahl“.
Die Hälfte der Jugendlichen fühlt sich nicht ausreichend über ihre beruflichen Möglichkeiten informiert, wie die SINUS-Jugendforschung zeigt. Viele kennen ihre eigenen Stärken nicht und wissen wenig über Berufsbilder. Über 80 % fragen sich, welche Berufe zu ihnen passen.
Die Berufliche Orientierung ist an Berufswahl-SIEGEL-Schulen ein wesentlicher Bestandteil des Gesamtkonzepts der Schule, ihres Programms und Profils. Dabei werden den jungen Menschen fundierte Kenntnisse über Wirtschaft, Arbeit und Beruf vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler an Berufswahl-SIEGEL-Schule haben betriebliche Abläufe und Berufsbilder schon vor dem Start in Ausbildung oder Beruf erlebt – durch Praktika und Schülerprojekte. Berufswahl-SIEGEL-Schulen verfügen über ein Netzwerk, in dem sie mit Unternehmen, Bildungsträgern und der Berufsberatung gute Berufliche Orientierung umsetzen. An den Berufswahl-SIEGEL-Schulen werden die Eltern aktiv in diesen Prozess einbezogen und als Begleiterinnen und Begleiter ihres Kindes ernst genommen.
Eine Berufswahl-SIEGEL-Schule überprüft den Erfolg ihrer Aktivitäten zur Beruflichen Orientierung und entwickelt sich weiter. Auch deshalb ist eine Teilnahme an diesem effektiven Zertifizierungsverfahren sinnvoll und wirksam.
Christoph Sochart Unternehmerschaft Düsseldorf Geschäftsführer
Mehr Informationen gibt es hier.
Entrepreneurship im Rahmen von KAoA
Die Website des MWIDE vermittelt exemplarisch unter dem Label „Gründungen unter 18 Jahren: von der Idee zur Umsetzung“ eine Übersicht über Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner, Wettbewerbe, Schülerfirmen und die rechtlichen Vorgaben für eine U18-Gründung.
Als Entrepreneurship lässt sich allgemein ein Bündel von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einstellungen bezeichnen, das unternehmerisch denkende und handelnde Personen kennzeichnet. Entrepreneurship Education zielt somit unmittelbar auf die Förderung von unternehmerischer Kreativität, Innovationsfähigkeit, Selbstwirksamkeitsüberzeugung, Leistungsmotivation, Ambiguitätstoleranz, Risikokompetenz und Verantwortungsbewusstsein ab. Bei diesen Entrepreneurship-Kompetenzen, die für die Anbahnung, Realisierung und Reflexion unternehmerischer Initiative erforderlich sind, handelt es sich genau um jene Aspekte, die sich als essenziel für die Gestaltung erfolgreicher Berufsbiografien erweisen.
Somit bezweckt die Entrepreneurship Education im Rahmen der Beruflichen Orientierung in KAoA nicht in erster Linie Schülerinnen und Schüler auf eine spätere berufliche Selbständigkeit vorzubereiten, sondern intendiert primär die Entwicklung von Eigenschaften, Fertigkeiten und Verhaltensbereitschaften, die die Lernenden zu „Unternehmerinnen und Unternehmern ihrer selbst“ machen.
Ein ideales Instrument zur Förderung der Berufswahlkompetenz und zur Reflexion der korrespondierenden beruflichen Entwicklungsoptionen stellen Schülerfirmen dar, deren pädagogisch-didaktisches Potenzial sich insbesondere in Verbindung mit Aktivitäten der Beruflichen Orientierung entfaltet.
Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend mit den Schülergenossenschaften und den JUNIOR-Programmen Initiativen des Genossenschaftsverbandes und des Instituts der Deutschen Wirtschaft zur Förderung der Entrepreneurship-Kompetenzen und des Gründergeistes exemplarisch vorgestellt. Beide Institutionen haben ihren Sitz in Nordrhein-Westfalen und unterstützen zahlreiche Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte bei der Gründung und Etablierung von Schülerfirmen in rechtlichen, organisatorischen, strategischen und ökonomischen Fragestellungen.
Mit einer „JUNIOR Schülerfirma“ wird Berufsorientierung zum Selbstläufer

Machen Sie Ihre Klasse zu mutigen Gestaltern und Impulsgebern der Wirtschaft von morgen! Indem Sie Schülerinnen und Schülern bei der Gründung einer Schülerfirma helfen, unterstützen Sie ihren Aufbruch in die Berufswelt.
Probieren geht nicht nur über Studieren, sondern sollte vor der Wahl jeder Ausbildung stehen. Wer welche Stärken besonders ausgeprägt in sich trägt und wem welche Arbeit liegt, finden Jugendliche am besten selbst raus. Fachlich begleitete Start-up-Projekte ermöglichen genau das. Im „JUNIOR Schülerfirmenprogramm“ sammeln Teilnehmende realistische Erfahrungen in verschiedenen Rollen und Jobs. So finden sie leichter ihren Weg.
Mit einer „JUNIOR Schülerfirma“ bieten Sie Ihren Schülerinnen und Schülern:
- herausfordernde Aufgaben aus einem beruflichen Umfeld,
- neue Formen zielgerichteter Zusammenarbeit im Team,
- das motivierende Erlebnis von Spaß am gemeinsamen Projekt und
- vor allem: eigene Erfahrungen als Entscheidungsgrundlage für die persönliche Berufswahl.
So läuft das Projekt
Im Team entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine Geschäftsidee, stellen ein Unternehmen auf und bringen ihre Produkte oder Dienstleistungen eigenverantwortlich auf den Markt. Idee, Herstellung, Arbeitsorganisation, Marketing, Buchführung, Steuern: Schülerfirmen vermitteln alles, was dazugehört.
Unterstützung für die verschiedenen Phasen bei der Gründung von Schülerfirmen finden Sie hier: https://iwjunior.de/unsere-angebote/create/junior-schuelerfirme
Ulrich (Lehrer): „Mit Freude beobachte ich, wie positiv sich die Schülerinnen und Schüler im Laufe eines ‚JUNIOR Schülerfirmen-Projekts’ entwickeln. Sie lernen Selbstwirksamkeit, Freiheit und Verantwortung.“ (Schulpate einer Schülerfirma)
Alina (Schülerin): „Ich habe eine realistische Sicht auf Abläufe in Unternehmen bekommen und konnte viel lernen. Das gilt für positive und negative Aspekte.“ (Geschäftsführerin einer Schülerfirma)
Warum gründen mit IW JUNIOR?
Wir sind das Schülerfirmenprogramm mit:
- der längsten Erfahrung als Berater und Veranstalter (seit 26 Jahren) und empfohlen durch die KMK,
- der intensivsten individuellen Betreuung für die Teams (inkl. Buchführung, Hotline und Feedback),
- dem mehrfach ausgezeichneten Online-Portal (Comenius-Medaille, Industriepreis 2016),
- der größten Bühne für Siegerteams (nationale, europa- und weltweite Wettbewerbe),
- dem Rundum-sorglos-Paket (Versicherung, rechtlicher Rahmen und Organisation),
- dem umfangreichsten Experten-Netzwerk für Teilnehmende (Alumni, SCHULEWIRTSCHAFT, JA International, Wirtschaftsexperten).
IW JUNIOR stellt alle notwendigen Unterlagen und Rahmenbedingungen zur Verfügung. Dazu gehören Veranstaltungen und Workshops – digital und vor Ort. Unsere Online-Plattform unterstützt beim Distanzlernen mit Anleitungen und Tools. Schülerfirmen gehören zu unseren JUNIOR-CREATE -Angeboten, die sich in jeweils angepasster Form an alle Schulformen und Altersklassen ab Jahrgangsstufe 5 richten. Ein einjährig laufendes CREATE-Programm startet zum neuen Schuljahr, Kurzläufer (6 Wochen oder 2 Wochen Vollzeit) oder Langläufer (mehrere Jahre) können hingegen jederzeit starten. Auch internationale Kontakte und Wettbewerbe können als Bestandteil dazugebucht werden.
Wir sind neugierig auf die Ideen aus Ihrer Klasse und freuen uns auf Ihre Anmeldung hier.
Mehr Infos gibt es hier.
„zdi ist das größte und erfolgreichste Netzwerk zur MINT-Nachwuchsförderung in ganz Europa“ 1
zdi-BSO-MINT 2 : ein Förderprogramm, vielfältige Möglichkeiten

Schülerinnen und Schüler bei der Beruflichen Orientierung zu unterstützen, ist Ziel des Programms zdi-BSO-MINT. Es bietet jungen Menschen die Chance, schulisches MINT-Wissen außerhalb des Unterrichts anzuwenden, und fördert so ihre vertiefte Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich. Und nebenbei lernen sie noch, was Mentos & Cola mit dem Klimawandel zu tun haben.
Viele Jugendliche möchten ihr schulisches MINT-Wissen in Alltag, Ausbildung und/oder Studium anwenden. Um Anforderungen kennenzulernen, eigene Fähigkeiten und Interessen zu testen, ist es wichtig, die Vielfalt der MINT-Berufswelt zu erleben – praxisnah, lehrplankonform, aber auch weitergehend. Hier setzt das Programm zdi-BSO-MINT (vertiefte Berufs- und Studienorientierung im MINT-Bereich im Rahmen von zdi.NRW) an. Bei uns finden Sie greifbare und spannende Projekte sowie Workshops rund um MINT. Ermöglichen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern detaillierte Einblicke in MINT-Ausbildungsgänge und -Studiengänge! Oder bieten Sie mit externer Unterstützung eigene BSO-Kurse an.
4-stündig, 80-stündig, eintägig, mehrtägig, Ferienkurs, Projektkurs, wöchentlich – sooo vielfältig
Mit dem Förderprogramm lassen sich unterschiedliche Angebote umsetzen: außerhalb schulischer Verpflichtungen in Tageskursen, als länger laufende, realitätsnahe Workshops sowie als Arbeitsaufträge, Planspiele oder in Feriencamps in Zusammenarbeit mit Hochschulen oder Unternehmen. Hier erleben Jugendliche, was die Zukunft sowie MINT-nahe und MINT-Berufe und -Studiengänge für sie bereithalten.
Was bedeutet das konkret?
Mitarbeitende aus Unternehmen, Berufskollegs, zdi-Schülerlaboren und/oder Hochschulen zeigen in selbst entwickelten Kursen, warum MINT in fast allen Berufen und Studiengängen bereits heute eine wichtige Rolle spielt. Aber nicht nur Wissen und Kenntnisse über MINT-Phänomene, Ausbildungs- und Studiermöglichkeiten werden vermittelt. In zdi-BSO-MINT-Kursen besteht für die Schülerinnen und Schüler neben der Chance, Kontakte zu Unternehmen und Hochschulen zu knüpfen, die Möglichkeit, ihre Selbsteinschätzung und ihr Selbstwertgefühl zu verbessern, indem sie ihre Neigungen und Fähigkeiten austesten.
Die praxisnahen Kurse lassen sich auch an Ihrer Schule umsetzen!
zdi-Schülerlabore: MINT hautnah erleben
In der zdi-Community sind über 70 außerschulische Lernorte aktiv. Lernende experimentieren unter annähernd professionellen und realitätsnahen Bedingungen Naturwissenschaften und Technik pur und hautnah.
Auch hier sind die Inhalte der Angebote lehrplankonform oder gehen sogar darüber hinaus.
Finanzierung der Angebote
zdi-BSO-MINT wird von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit und dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gemeinsam jeweils hälftig getragen.

Mehr über zdi-BSO-MINT erfahren?
Aktuelle Kurse: Auf der MINT-Community finden Sie Kurse sowie Kontakt zu Ihrem regionalen zdi-Netzwerk.
Ansprechpartner: Ebenfalls steht Ihnen der Programm-Experte bei der zdi-Landesgeschäftsstelle zur Verfügung: Gregor Frankenstein-von der Beeck
zdi steht für „Zukunft durch Innovation.NRW“ und ist mit über 4.500 Partnern aus Wirtschaft, Schule und Hochschule sowie öffentlichen Einrichtungen europaweit das größte Netzwerk zur Förderung des MINT-Nachwuchses. Jährlich erreichen die 47 zdi-Netzwerke und mehr als 70 zdi-Schülerlabore gemeinsam mit ihren Netzwerkpartnern rund 300.000 Schülerinnen und Schüler. Koordiniert wird zdi vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft Nordrhein-Westfalen. Landesweite Partner sind u. a. das Ministerium für Schule und Bildung, das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie Nordrhein-Westfalen und die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit. www.zdi-portal.de | mint-community.de
„Junge Menschen haben die Möglichkeit, das solidarische und demokratische Unternehmensmodell Genossenschaft praktisch kennenzulernen und zu erproben. Außerdem lernen sie schon in jungen Jahren, wirtschaftlich und unternehmerisch zu denken und zu handeln.“ 4
Schülergenossenschaften – eine handlungsorientierte Methode Beruflicher Orientierung mit besonderen pädagogischen Potenzialen

In Schülergenossenschaften gründen und betreiben Schülerinnen und Schüler im geschützten Raum der Schule eine Schülerfirma, die als Genossenschaft organisiert ist. Schülergenossenschaften gibt es in vielen Geschäftsfeldern. Beispielsweise verkaufen sie Schulbedarf wie Hefte und Stifte, organisieren die Pausenverpflegung oder stellen Schulkleidung her. Andere bieten Energieberatungen für Haushalte an oder produzieren und verkaufen Apfelsaft von Streuobstwiesen.
Schülergenossenschaften eignen sich als besonders handlungsorientierte Methode Beruflicher Orientierung. Die Schülerinnen und Schüler machen hier wertvolle Erfahrungen: wie man ein Unternehmen gründet und führt. Sie können sich in verschiedenen Abteilungen eines Unternehmens einmal ausprobieren und knüpfen Kontakte zu realen Kunden und Geschäftspartnern.
Die genossenschaftlichen Organisationsstrukturen dieses Schülerfirmen-Modells können sinnvoll pädagogisch nutzbar gemacht werden. Besondere pädagogische Potenziale liegen darin, dass die Schülerinnen und Schüler von Schülergenossenschaften die zentralen genossenschaftlichen Werte – Demokratie, Nachhaltigkeit und solidarisches Miteinander – kennenlernen. Das Mitbestimmungs-und Demokratieprinzip ist ein wesentlicher Pfeiler genossenschaftlichen Wirtschaftens und zentral für die Arbeit in Schülergenossenschaften. Alle Schülerinnen und Schüler haben eine Stimme in der Generalversammlung und sie sind Miteigentümer und Mitarbeiter zugleich. Auch Lehrkräfte, Eltern und Personen des öffentlichen Lebens können Mitglieder der Schülergenossenschaft werden – und so die Schülerinnen und Schüler unterstützen.
Schülerinnen und Schüler agieren in Schülergenossenschaften weitestgehend selbstgesteuert – die Lehrerinnen und Lehrer fungieren primär als Lern-Coaches. Durch die genossenschaftlichen Spielregeln zur Kooperation und den erhöhten Grad an Selbstbestimmung und Verantwortung prägen in besonderem Maße die Schülerinnen und Schüler selbst die Lernsituation. Schülergenossenschaften werden zudem nachhaltig an ihren Schulen verankert und in der Regel von einer Schülergeneration an die nächste übertragen.
Externe Unterstützung erhalten die Schülerinnen und Schüler von einer echten Genossenschaft aus der Region. Diese „Partnergenossenschaft“ unterstützt sie bei genossenschaftlichen und unternehmerischen Fragen und stellt hierfür Mitarbeitende als Paten bereit. Diese werden, genauso wie die Lehrer-Coaches, in der Regel auch in den Aufsichtsrat der Schülergenossenschaft gewählt und können dann auch in dieser Funktion die Schülerinnen und Schüler unterstützen.
Der Genossenschaftsverband prüft einmal im Jahr die Arbeit der Schülergenossenschaft und gibt Tipps zur Verbesserung. Regionale Treffen und Fortbildungsangebote bieten Gelegenheit für Austausch und Weiterqualifizierung.
An der Gründung einer Schülergenossenschaft interessierte Lehrerinnen und Lehrer finden die Kontaktdaten für die Ansprechpartner in Nordrhein-Westfalen sowie weitere Informationen zum Projekt und zum konkreten Ablauf einer Gründung (Partnersuche, Gründungsworkshop etc.) hier.

1 Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Wissenschaftsministerium, während des Körber-Dialogs (April 2021)
2 Zukunft durch Innovation.NRW – vertiefte Berufs- und Studienorientierung – MINT
3 Peter Götz, Mitglied des Vorstandes Genossenschaftsverband
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